31/03/2025
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Trend |
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-2.95% |
1.50% |
10.68% |
8.89% |
12.84% |
7.25% |
5.94% |
-5.11% |
-10.29% |
-6.95% |
4.21% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
Angedrohte Zollkeule sorgt für wachsende Instabilität
Die Weltwirtschaft befindet sich einer turbulenzreichen Periode. Zunehmende Befürchtungen im Hinblick auf die von der Administration Trump geplante Einführung reziproker Zölle am 2. April sorgen für Unruhe.
Einkaufsmanagerindizes steigen leicht
Im März hat sich der Composite-Einkaufsmanagerindex (PMI) in der Eurozone schwächer als erwartet entwickelt. Er konnte sich knapp im Wachstumsbereich bei 50,4 Punkten halten. Die Erwartungen lagen bei 50,7 Punkten.
Im Gegensatz dazu verbesserte sich der PMI Composite in Deutschland leicht auf 50,9 Punkte und signalisiert damit ein moderates Wachstum des Privatsektors. Die Stimmung der deutschen Unternehmer hat sich ebenfall stark verbessert. Dazu beigetragen hat vor allem die Annahme eines ehrgeizigen Finanzpakets der Regierung, die den IFO-Index auf 86,7 Punkte anschnellen liess – das höchste Niveau seit mehreren Monaten.
In den USA belegen die Wirtschaftsdaten eine überraschende Erholung des Dienstleistungssektors. Dennoch bleiben die Aussichten ungewiss. Obwohl der Einkaufsmanagerindex im März einen Anstieg verzeichnete, verschlechtert sich die Verbraucherstimmung weiter und befindet sich zurzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Jahren. Der pessimistische Blick der Haushalte auf die Zukunft lässt Rezessionsbefürchtungen aufkommen, die durch den Inflationsdruck verschärft werden.
Die Kernrate der privaten Konsumausgaben PCE entsprach mit 2,5% über ein Jahr den Erwartungen und belegt, dass sich die Inflation nicht abschwächt. Die Kerninflation, ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, hat sich auf 2,8% beschleunigt. Dieser Wert liegt leicht über den Erwartungen.
Die Situation ist umso beunruhigender, als die Administration Trump die Einführung neuer Zölle ab dem 2. April angekündigt hat. Betroffen sind Kernsektoren wie Autos, Stahl und Aluminium. Besonders stark unter Druck kommen werden Länder wie China und Indien, die bereits im Visier von Washington stehen. Die Massnahmen verschärfen die wirtschaftliche Unsicherheit. Die Anleger suchen Zuflucht in sicheren Häfen wie Gold.
Hohe Volatilität an den Finanzmärkten
Die Finanzmärkte reagieren mit einer hohen Volatilität an den Aktienmärkten und einer Abschwächung des US-Dollars auf die befürchteten Auswirkungen der neuen Zölle. Diese könnten das weltweite Wachstum verlangsamen und die Unternehmensgewinne drücken. Die hartnäckige Inflation und die drohende Rezession lassen eine Stagflation befürchten, ein schwaches Wirtschaftswachstum kombiniert mit einer hohen Inflation, ein Szenario, vor dem sich die US-Notenbank Fed fürchtet.
Das weltweite Wirtschaftsklima bleibt ungewiss. Die Spannungen in den Handelsbeziehungen in Kombination mit der hartnäckigen Inflation und geopolitischen Unsicherheiten machen die Weltwirtschaft anfällig. Im Vorfeld des 2. April, an dem die angedrohten US-Zölle in Kraft treten sollen, bewegen sich die Märkte weiterhin in einem instabilen Umfeld, das die Wirtschaftserholung anfälliger macht.
In diesem Umfeld büsste der S&P 500 im Laufe der Woche 1,53% ein. Beim Nasdaq 100 und dem Stoxx Europe 600 betrugen die Verluste 2,39% bzw. 1,38%.