12/01/2026
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6'966.28 |
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Trend |
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3 |
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1 |
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%YTD |
1.06% |
0.11% |
1.16% |
3.56% |
3.15% |
2.61% |
1.95% |
1.76% |
1.85% |
3.18% |
3.42% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
Resilientes Europa und zunehmende geopolitische Spannungen
Die erste Woche des neuen Jahres war durch eine kontrastreiche Entwicklung an den Märkten geprägt.
Vorsicht an der Wall Street, ausgebremst durch Techwerte und geldpolitischen Kurs
Ohne die US-Operation, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro führte, wäre der Jahresbeginn zweifellos durch eine relative Beruhigung geprägt gewesen. Die von offensiven Erklärungen Trumps zu Grönland gefolgte Intervention und die erklärte Absicht, das US-Verteidigungsbudget um 50% zu erhöhen, sorgten hingegen für erneute geopolitische Unsicherheit. Auch die möglichen Folgen für das globale Gleichgewicht, insbesondere mit Blick auf China und Russland, die historischen Partner von Caracas, und sensible Themen wie die Ukraine und Taiwan, wurden dadurch deutlich.
An den Aktienmärkten kam es aufgrund dieser Spannungen zu einer Sektorrotation. Gestützt auf die budgetpolitischen Ankündigungen Washingtons legten die Rüstungsaktien kräftig zu. Umgekehrt war die Entwicklung des US-Techsektors weiterhin uneinheitlich, was die strukturelle Attraktivität der KI einerseits und die hohen Bewertungen andererseits widerspiegelt.
Die makroökonomischen Indikatoren in den USA vermittelten ein durchzogenes Bild. Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Dezember belegte, dass weniger neue Stellen als erwartet geschaffen wurden, wobei die Daten für die vergangenen Monate nach unten korrigiert wurden. Die Arbeitslosenquote bildete sich hingegen auf 4,4% zurück. Diese beiden Faktoren unterstützen die Annahme, dass sich der Arbeitsmarkt abschwächt, aber ohne drastischen Einbruch. Die ISM-Umfragen bestätigen diese Einschätzung; während das verarbeitende Gewerbe schrumpft, überrascht der Dienstleistungssektor positiv mit dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Die Märkte antizipieren eine abwartende Haltung seitens der Fed bei ihrer nächsten Sitzung. Bis Ende Jahr wird mit einer Zinssenkung von rund 50 Basispunkten gerechnet.
Vor diesem Hintergrund gingen die US-Anleihenrenditen leicht zurück. Das US-Handelsdefizit bildet sich im Übrigen weiter zurück und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Diese Entwicklung ist auf die höheren Exporte und die geringeren Importe zurückzuführen.
Positives makroökonomisches Umfeld in Europa
In Europa kehrte die Inflation im Dezember auf die Zielmarke der EZB von 2% zurück, wobei die Kerninflation und die Inflation im Dienstleistungssektor deutlich zurückgingen. Die Zahlen in Deutschland und Frankreich bestätigen diesen rückläufigen Trend bei der Inflation, womit das Szenario einer anhaltenden Stabilität der Leitzinsen gestützt wird. Ungeachtet der nach wie vor verhaltenen Konjunktur legen die jüngsten PMI-Daten nahe, dass die Eurozone trotz schwächerer Signale vom Arbeitsmarkt das stärkste Quartalswachstum seit Mitte 2023 realisiert hat.
An den Rohstoffmärkten verzeichnete der Erdölpreis eine erratische Entwicklung aufgrund der möglichen Öffnung Venezuelas für die grossen US-Akteure. Das Land verfügt über die weltweit grössten, aber unzureichend erschlossenen Erdölreserven.
Der Jahresbeginn zeigt deutlich ein von der Geopolitik beherrschtes Marktumfeld. Mit der Berichtssaison dürfte sich die Aufmerksamkeit wieder auf die Unternehmen verlagern. In der vergangenen Woche legte der S&P 500 um 1,57% zu, der Nasdaq um 1,88%, der Stoxx Europe 600 um 2,27% und der SMI um 1,32%.
