09/03/2026
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Trend |
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-1.91% |
3.56% |
-1.54% |
-3.68% |
10.49% |
6.79% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
In die Höhe schnellende Energiepreise lassen Inflationsbefürchtungen wieder aufleben
Die gemeinsam von den USA und Israel durchgeführten Luftschläge gegen den Iran und Libanon, gefolgt von regionalen Vergeltungsmassnahmen, liessen die Energiepreise in die Höhe schnellen und die Finanzmärkte erneut in den Risk-Off-Modus wechseln. Die Anleger schätzen die weltweite Inflationsentwicklung neu ein und in der Folge auch die künftige Richtung der Geldpolitik.
Energieschock und geopolitische Spannungen
Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und Iran weckt Befürchtungen im Hinblick auf die Dauer des Konflikts. Mit der Blockade der Schifffahrt in der Strasse von Hormus und stark reduzierten Fördermengen der wichtigsten regionalen Erdölproduzenten (Kuwait und Vereinigte Arabische Emirate), deren Lagerbestände plötzlich stark angestiegen sind. Diese Beeinträchtigung liess die Rohölpreise in die Höhe schnellen und weckte Erinnerungen an den Energieschock im Zusammenhang mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine von 2022.
Aufgrund ihrer grossen Abhängigkeit von Energieimporten reagierten die europäischen Märkte besonders empfindlich auf dieses Risiko. Die Aktienindizes verzeichneten eine starke Korrektur, während sich die Anleiherenditen erholten; die Anleger befürchten, dass die Inflation erneut anziehen wird.
Gemischte Konjunkturdaten in den USA
Die US-Statistiken vermittelten ein zweideutiges Bild. Was die Konjunktur betrifft, bestätigten die ISM-Umfragen eine solide Dynamik. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe lag bei 52,4 Punkten und verzeichnete damit nach einem fast einjährigen Rückgang den zweiten Monat in Folge ein Wachstum, während der ISM-Index für den Dienstleistungssektor mit 56,1 Punkten seinen höchsten Stand seit Oktober 2024 erreichte. Die Preiskomponenten der Umfrage im verarbeitenden Gewerbe stiegen jedoch stark an, was auf einen potenziellen Inflationsdruck hinweist.
Am Arbeitsmarkt sorgten die neuen Zahlen für Verwirrung bezüglich der Konjunkturlage. Der ADP-Bericht meldete für Februar die Schaffung von 63’000 neuen Arbeitsplätzen im Privatsektor, gegenüber 11’000 im Vormonat. Der offizielle Bericht des Bureau of Labor Statistics überraschte jedoch negativ mit einem Nettoabbau von 92’000 Arbeitsplätzen und einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4%. Diese Diskrepanz erschwert die Aufgabe der Fed. Aufgrund dieser Zahlen und des Anstiegs der Energiepreise verschiebt sich der Konsens für das Datum einer ersten Zinssenkung nochmals weiter nach hinten.
Rückkehr des Inflationsdrucks in Europa
In Europa stand die Woche im Zeichen steigender Inflationserwartungen. Die Jahresinflationsrate der Eurozone erreichte im Februar 1,9% gegenüber 1,7% im Januar und lag damit leicht über den Erwartungen. Vor diesem Hintergrund zogen die Renditen europäischer Staatsanleihen wieder an, nachdem die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen im Laufe der Woche auf 4,14% gestiegen war. Der Energieschock erschwert die Aufgabe für die EZB. Während das vorherrschende Szenario von einer Stabilisierung der Zinsen im Jahr 2026 ausging, sprechen einige Währungshüter nun von der Möglichkeit einer weiteren geldpolitischen Straffung, sollten die Energiepreise weiter steigen.
An den Aktienmärkten war eine deutliche Sektorrotation zu beobachten. Während der Energiesektor dank der steigenden Erdölpreise einen kräftigen Anstieg verzeichnet, stehen der Technologie- und der Konsumbereich unter Druck. In der vergangenen Woche verzeichneten alle Aktienmärkte Einbussen: Der S&P 500 und der Nasdaq verloren 2,02% bzw. 1,24%, der Euro Stoxx 50 brach um 6,82% ein und der SMI um 6,56%.
